38. Tag – unlösbare Probleme sind kein Problem

Vor einigen Tagen errichte mich eine E-Mail vom Heizungsinstallateur, welcher nun für unser Projekt zuständig ist:

gemäß den uns jetzt vorliegenden Detailverlegeplänen der Fa. T4 Systems ändern sich Einbausituationen der Verteilerschränke.
Diese müssen aus verlegetechnischen Gründen nun anders wie geplant angeordnet werden.

Nach kurzer Hyperventilation im Inneren meine sachliche Antwort:

 Die Verlegung der Heizkreisverteiler ist jetzt natürlich problematisch und kann nicht einfach so vorgenommen werden. Genau aus diesem Grund hat Herr K. und wir im Vorfeld eine Aussage zur Heizkreisverteilung von Herrn R. [Chef] eingeholt. Die Aussparungen sind daraufhin in die Wände gefräst worden.

Ich bitte Sie zu prüfen, unter welchen Umständen man die aktuell baulich vorgesehene Position der Heizkreisverteiler nutzen kann, sicher gab es für ihre damalige Aussage eine zu Grunde liegende Annahme.

Wobei die „zu grunde liegende Annahme“ relativ klar ist – die haben einfach nicht kappiert, dass der Raum Treppenhaus eher ein Treppenloch ist, welches naturgemäß keinen Fußboden hat.

Gegen Physik ist kein Kraut gewachsen, aber im ersten Anlauf will ich erstmal stur meinen Standpunkt vertreten, egal wie man das praktisch löst. Nicht zuletzt, da die Anordnung der Heizkreisverteiler so ziemlich elegant ist.

Also heute Ortstermin:

Kurze das Problem rekapituliert, dann ging das wieder los. „… man hätte dies im Vorfeld …“

Ich war freundlich, aber sehr bestimmt – wir haben die Position der Heizkreisverteiler von Ihnen schriftlich, eben weil wir im Vorfeld…

Das Thema sollte kein weiteres mal angeschnitten werden. Nun ging es um die Lösung und der Fachmann betonte immer wieder, dass er wirklich keine Möglichkeit sieht, den Verteiler dort zu belassen. Er konnte mir auch genau erklären, woran jeder Vorschlag im Detail scheitert.

Nun kam der Vertreter vonT4-Systems dazu. Kurz das Problem erklärt und schon viel der erlösende Satz: „Das ist überhaupt kein Problem“.

Ach so. Schön, dass wir uns mal alle hier treffen. (Hätten die beiden mal telefonieren können?)

Es gibt eine Schiene, die genau dazu da ist, viele Rohre in der Installationsschicht unter dem Fußboden eng beisammen zum Verteiler zu führen, Aufbauhöhe 2 cm, wir haben 6 cm zur Verfügung.

Der Kollege von T4-Systems aus dem Erzgebirge war nicht nur nett und kompetent, sonder hat, zusammen mit diesem Gutachter im Schlepptau erstmal die ganze Hütte bestaunt und bewundert. Viele Detailfragen, sie waren begeistert.

Nun bekommen wir neue Pläne, der Installateur eine genaue Anleitung und er wird die Sache vor Ort überwachen.

Das Material läge schon auf dem Hof, nun kann es also werden. Ende gut alles gut, aber was den Fachleuten und Meistern ihres Handwerkes manchmal so im Kopf herum spukt ist schon merkwürdig.

Noch eine Stunde Zeit bis Dienstbeginn – also Schnell noch 1,5 h paar Gipsplatten im Kinderzimmer korrigiert – kann man schon mal machen.

Vorher – Nacher

Ein weiterer großer Vorteil der vertikalen Verlegung ist, dass man das ganze besser allein hin bekommt und ich somit kleine Zeiten zwischen durch besser nutzen kann.

Die ersten 1.000 Schrauben sind durch (davon bestimmt 300 wieder raus geschraubt in der Ecke).