57. Tag – Decke gestrichen

Jetzt sind die Sturmklammern, ein paar lächerlich kleine Drahthaken, endlich da.

Die Sportfreunde fahren gern mit dem Materialaufzug, ein recht geschundenes Ding. Heute gab es einen lauten Knall – das Ding ging zu Boden… zum Glück waren nur ein paar Ziegel drauf.

Deckenanstrich, noch schnell, bevor der Gipskarton kommt. Im  Untergeschoss haben wir den Punkt durch zu langes überlegen leider verpasst und müssen später nochmal die Wände abkleben. 60 Quadratmeter über Kopf – zum warm werden.

Mir ist es sehr wichtig, dass die Decken hell bleiben. Unbehandeltes Nadelholz wird im Lauf der Zeit richtig rötlich bis dunkel (auch wenn viele vermeintliche Experten anderen Unfug erzählen – guckt einfach mal, der Einfluss von Licht ist offensichtlich…).

Herr Kilank hat uns eine ordentliche Chemie empfohlen (HWS-112-Hartwachs-Siegel, ein 1K-Versiegelung von Remmers) – „vollkommen unbedenklich, usw.“

Dann waren wir im Öko-Farbladen und haben uns eine Ökopampe aufschwatzen lassen. Zwei Flaschen, eine Farblos und eine mit weißen Pigmenten. Die Verkäuferin hat ein Stück Holz, welches vor Jahren damit behandelt worden sein soll…

Die Ansichtsprobe ist natürlich vollkommen sinnlos. Man hätte doch mindestens ein Stück Holz nur zur Hälfte streichen können, dann hätte man wenigstens ein Vergleich. Über die (UV-)-Exposition dieser Probe ist natürlich gar nichts bekannt.
Wir sollten, Tipp von Herrn Kilank, drauf achten, dass kein Bienenwachs drin ist, sonst würde das Holz im Lauf der Zeit gelbstichig.
Die Verkäuferin hat dies bestätigt und uns das Zeug als Bienenwachsfrei- verkauft. Ein Blick aufs Etikett ändert alles.
Wenn man bisschen durch die Farbenwelt stöbert bekommt man den Eindruck, dass die Pigmente für den UV-Schutz wichtig sind.
Mischt man genug weiß mit ein, kann es schon sein, dass der Gesamteindruck, auch nach Jahren weiß ist, aber irgendwie gefällt mir das nicht.

Nun bin ich bei Uviwax von Osmo gelandet. Das Zeug scheint mir ein guter Kompromiss. Es ist speziell gegen die UV-Bedingte Anfeuerung der Holzfarbe aber verkauft sich trotzdem einigermaßen verträglich. Die bei Öko-Anbietern übliche Volldeklaration bleibt bei Osmo mit Angaben wie „UV-Licht absorbierende Additive“ etwas unkonkret, aber immerhin ist Titandioxid drin und damit ein Wirkprinzip deutlich greifbarer als beim der Ökopmape.

Ich hoffe hiermit haben wir eine Ergebnisorientierte Entscheidung getroffen, die den Innenraum nicht vergiftet.

… morgen kommt der zweite Anstrich, hab heute gleich drei Kübel gekauft.

Strukturiert Verkabelung mit CAT 7 Kabel. Das Zeug kommt gleich als Doppelstrang von der Rolle… einem schnellen Netzwerk steht nichts im Wege – W-LAN bleibt optional.

Hier hat sich noch ein Audiokabel dazwischen geschlichen.

Das sind die Kabel aus dem 2. OG, sie hängen schon mal in den Heizraum.
Insgesamt bin ich sehr zu Frieden. Der Elektriker vor Ort, Dave, hat Sinn und Verstand und hat für die Leitungen einen guten Weg gewählt. Erst in der Küche wird der Kabelbaum richtig dick und geht zielstrebig zum Verteiler. In der Peripherie, Schlafzimmer usw. liegen sozusagen nur wenige Enden mit Spannung, da fließt keine Leistung mehr.

Ein paar zusätzliche KNX-Bus Kabel habe ich mir heute noch gewünscht. Ausgelegt sind sie schnell, wenn der Fußboden noch offen ist und der nette Kerl macht das einfach so… Zeit für ein Trinkgeld.