Schneeregen und knapp über null Grad, ein perfekter Tag um ein paar Weiden zu pflanzen.
Zur Vorgeschichte muss gesagt werden, dass die NABU Arbeitsgruppe Kaitz- und Nöthnitzgrund am vergangenen Sonntag eingeladen hatte, die Weiden am Kaitzbach zu beschneiden. Während ich mit der Kettensäge im Erzgebirge zu Lehrzwecken einige Buchen flach legte, beteiligte sich der Rest der Familie an dem etwas friedlicheren Weidenverschnitt. Abends habe ich mit Arthur noch eine Ladung Weidenäste in den Kofferraum geladen, sodass wir Montag morgen, ich habe meinen freien „Studientag“ mal wieder sinnvoll einsetzen wollen, Weiden pflanzen konnten.
Das Ganze ist ein Experiment. Wir haben dicke und dünne, lange und kurze Äste eingesteckt oder eingeschlagen, mal im Wasser, mal weit an Land. Nun bin ich sehr gespannt, aus welchen Ästen Weidenbäume werden, angeblich soll Weide ja fast immer Wurzeln schlagen.
Im teils recht steinigen Untergrund erwies sich der „Berliner“ Erdbohrer, der uns dankenswerter Weise zur Verfügung steht, mal wieder als echter Goldschatz. Das Teil ist so simple wie nützlich. Man kann relativ problemlos ein wenige Zentimeter dickes Loch über einen halben Meter Tief bohren und einen Weidenpflock rein stecken. Oder man bohrt nur einmal tief, ohne den Bohrkern zu fördern und schlägt den Pflock durch die aufgelockerte Erde… wir haben alle Varianten getestet – jetzt hab ich Rücken.
Nun erhoffe ich mir neben hübschem Grün und Sichtschutz zur Straße vor allem ein üppiges Wurzelwerk um das Ufer zu stabilisieren.