146. Tag – Bauabnahme und überzogene Rechnungen

Am Montag soll dar Gerüst weg. Wir sind mit dem Chef nochmal ums ganze Haus gelaufen und haben alles angeschaut. Insgesamt kann man nicht meckern.

Witziger Pfusch: Man kann ja mal falsch bohren. Im Sichtholz ist das allerdings schon sehr ärgerlich. Aber warum zu Geier installiert man dann in aller Ruhe den Schalter fertig? Es muss doch klar sein, dass man das so nicht lassen will – ich bin immer wieder ratlos, was in den Köpfen vor sich geht. Kein Wunder, das die so viele Stunden Arbeitsstunden brauchen.

Dass der Schaltschrank natürlich genau im hohlen Gipskarton über den Heizungsrohren „angeschraubt“ wurde war ja abzusehen. Ich hatte ja nur mehrmals darauf hingewiesen, dass der Schrank an dieser Stelle nicht festzuschrauben ist. Nun hab ich die Schraube mit zwei Fingern herausgezogen… mal schauen welcher Lösungsansatz unternommen wird.
Eigentlich ist der Dave ja ein sehr netter und kompetenter Elektriker, aber offensichtlich steht auch er stellvertretend für die Handwerker im Allgemeinen. Jenseits des eigenen Gewerkes ist absolut Ebbe.

Zum Glück hatte ich in der Eile nur ein Rest des Fassadenholzes angespaxt, damit der Elektriker weiter arbeiten kann. Denn die Dose einfach hängen zu lassen, damit ich sie später einbaue, geht auch nicht. Nun habe ich wenigstens einen guten Grund das heimliche Provisorium auch zeitnah zu tauschen. Hoffentlich hat er die Wand dahinter nicht massiv angebohrt, ich wollte zukünftig eigentlich auf derlei Bretter verzichten und ein Ausfräsungen in der Hohlwand passgenau ausfüllen.

Fliesenzuschnitt dauert ewig.

Der billige Kronenbohrer macht sein Ding akzeptabel, nur die Führungsspitze kann man knicken. Ein bereits gebohrtes Loch als Schablone funktioniert dagegen hervorragend.

Am Abend noch flott das Dichtband eingeklebt, damit morgen die Wandfliesen ran können und das Großprojekt Dusche starten kann.

Vollkommen eingesaut zur Nachtschicht geflitzt, überall Dichtmasse an den Händen und Armen, sodass ich die ersten Minuten Arbeitszeit unter der Dusche verbringen musste.

Die Fußbodenbauer haben eine Rechnung gestellt, die den Kostenvoranschlag im fünfstelligen Bereich überrschreitet. Das ist vor allem emotional ärgerlich, denn wenn diese Blödmannsgehiflen die Stichsäge zu zweit bedienen müssen usw. ist es kein Wunder, dass die Pfosten 294 Stunden gebraucht haben. Wenn man die Dinge gleich passend Sägt, spart das auch enorm Zeit. Und überhaupt ist jeder Cent über dem Mindestlohns eine Frechheit bei deren Arbeitsweise.
Insgesamt ein frustrierendes Erlebnis mit diesen Pfeifen. Mal schauen was sich machen lässt, rechtlich haben wir wohl wenig Chancen dagegen vor zu gehen, denn ein Angebot darf vom Umfang her überschritten werden.